Planung des unplanbaren

projektmanagement, beratung, coaching

Meine persönliche Haltung

Das hier beschriebene Vorgehen im Bezug auf die Etablierung von Corporate Wikis ist maßgeblich von meiner persönlichen Haltung geprägt.

Kompass

Mein persönlicher Anspruch an eine Etablierung eines Wikis ist es, die Mitarbeiter “ihr” Wiki entwickeln zu lassen. Die Nutzer wissen wie “ihr” Wiki genutzt werden soll und wie es aussehen muss. Meine Aufgabe ist es den Nutzern dabei im Sinne des Auftraggebers zu helfen und die Nutzer zu unterstützen.
Es ist mir durchaus bewusst das Veränderung immer mit einem (nicht zu unterschätzenden) Widerstand verbunden ist dem man sich Standhaft gegenüberstellen muss. Deshalb muss ich stets meine langfristigen Ziele im Auge behalten und auf eine Balance zwischen Fördern und Fordern (Pull- und Push) achten.

Warum ich Wikis mag (oder auch: Mythos Wiki)

Ich würde behaupten wollen die meisten Menschen verbinden mit Wikis eine Art technische Revolution. Die Vorstellung von Wikis ist, dass …

“… Menschen nach der Vorstellung selbstorganisiert ohne Hierarchien und starre Organisationsstrukturen gemeinsam an Projekten arbeiten.”

Dabei werden Beispiele, wie das der Open Source Software-Entwicklung (z. B. Linux) über die Online-Enzyklopädie Wikipedia bis hin zur Aufschlüsselung des menschlichen Genoms (Humangenomprojekt) genannt.

Wie? Keine Revolution?

Diese Aussagen sind teilweise korrekt und teilweise ein Mythos. In Büchern über Wikis, wie z.B. Wikinomics des kanadischen Autors Don Tapscott, werden diese Fähigkeiten Wikis zugesprochen. Neuere Studien an Wikipedia, wie z.B. von Christain Stegbauer, gehen jedoch sehr wohl von “Strukturen” in Wikis aus.

Etwas Theorie…

Systemtheoretisch betrachtet, kommunizieren Menschen, die ein Wiki benutzen, indem sie dieses als Kommunikationskanal benutzen. Durch die Wiki-Seitenhistorie und andere Wiki-Seiten (wie z.B. “Letzte Änderungen”) bilden sich dabei positionale Strukturen.

Ein Beispiel …

Sicherlich kennen einige dieses Phänomen. Erstellt ein Ihnen schon bekannter Benutzer A eine neue Seite haben Sie eine Vorstellung

  • von der Qualität,
  • dem Inhalt und
  • evtl. auch von der Relevanz.

Haben Sie bei der Vorstellung Ihres (evtl. virtuellen Wiki-Kollegen) eine positive Meinung werden Sie evtl. nur Ergänzungen an der Seite hinzufügen.

Ist Ihr Bild jedoch negativ könnte Ihr Handlungsspielraum von einer Diskussion über eine Änderung der Seitenstruktur bis zur Löschung der Seite reichen.

Das reizt mich!

Und das ist genau der Punkt der mich persönlich an Wikis interessiert! Bei Wikis rede ich über komplexe soziale Systeme – nicht “nur” Netzwerke ohne Hierarchien – oder gar Technik!

  • Komplex (und ich meine hier nicht kompliziert) – weil das Verhalten, sprich: die Entscheidung, die ein solchen System generiert werden nicht wirklich vorhersehbar sind.
  • Soziale Systeme – im Detail hier hilft interessierten Lesern die Systemtheorie weiter. Grob und kurz gesagt verbinden sich das technische Wikisystem, deren Benutzer und der inhaltliche/thematische Schwerpunkt des Wikis und grenzen sich von der Umwelt ab. Sie bilden ein soziales System.

Wie man ein solches komplexes soziales System plant, einführt und in die “Selbstständigkeit” überführt – das reizt mich und möchte ich in diesem Blog erläutern.

Foto: Patrick Tschudin pppspics (Flickr)

Wikipedia vs. Corporate Wiki

  • Montag Feb 7,2011 01:46 PM
  • By skre
  • In Wikis

Wahrscheinlich ist der häufigste Grund ein Wiki in einem Unternehmen zu etablieren, die Aussage

„…wir brauchen auch ein Wikipedia in unserer Firma!“,

in der die Technologie eines Wikis mit Wikipedia gleich gesetzt wird. Der Einsatz eines Wikis in einem Unternehmen unterscheidet sich jedoch teilweise deutlich im Vergleich zu allgemein zugänglichen Wiki im Internet.

Abgrenzung zu Wikipedia

Auch wenn das Projekt Wikipedia häufig den Anstoß einer Diskussion um ein Firmenwiki bietet, so ist Wikipedia der „Fluch und Segen“ eines Corporate Wikis. Es ist sehr wichtig den Auftraggebern den Unterschied zwischen Wikipedia und einem Corporate Wiki zu erläutern denn ein Corporate Wiki ist kein Wikipedia [1].
Wikipedia basiert auf vier Grundprinzipien, den vom Projektgründer Jimbo Wales für offiziell erklärten „Statement of Principle.

  1. Wikipedia ist eine Enzyklopädie: Der Grund warum es Wikipedia überhaupt gibt ist bereits im Namen enthalten. Ziel des Projektes ist eine frei zugängliche Enzyklopädie mit Hilfe des Wikiprinzips aufzubauen. Als technische Basis dient MediaWiki, eine spezielle Eigenentwicklung.
  2. Neutralität: Den Anspruch, den Wikipedia an seine Inhalte stellt, ist der NPOV (Neutral Point Of View). Der neutrale Standpunkt versucht, Ideen und Fakten in einer Weise zu präsentieren, dass sowohl Gegner als auch Befürworter einer solchen Idee deren Beschreibung tolerieren können. Er fordert nicht die Akzeptanz aller; dies wird man selten erreichen, zumal manche Ideologien alle anderen Standpunkte außer ihrem eigenen ablehnen. Daher sollte das Ziel darin bestehen, eine für alle rational denkenden Beteiligten tolerable Beschreibung zu formulieren.
  3. Freie Inhalte: Wikipedia ist eine freie Enzyklopädie, die Inhalte müssen unter einer Lizenz stehen, die eine Weiternutzung unter der Bedingung der Autorennennung und der weiteren Verbreitung unter gleichen Bedingungen (Copyleft) erlaubt. Beispielsweise steht der Text unter der Creative Commons-Lizenz Attribution-ShareAlike 3.0 Unported, die Bilder haben verschiedene Lizenzen.
  4. Keine persönlichen Angriffe: Die Teilnehmer der Wikipedia kommen aus unterschiedlichen Regionen, Ländern und Kulturen und haben oft sehr unterschiedliche Ansichten und alle eine verletzliche Seite.

Anhand diese vier Grundprinzipien wird bereits deutlich, dass Unternehmen vom Wikiprinzip einen Nutzen ziehen können, jedoch die meisten der Wikipedia-Grundprinzipien für Unternehmen nicht relevant sind. Kaum eine Geschäftsführung benötigt eine Enzyklopädie – eher einen Produktkatalog oder eine Dokumentation für das Projektmanagement.
Ein weiterer Unterschied in der Anwendung des Wikiprinzips in Firmen ist das Benutzerverhalten. In Corporate Wikis meldet sich der Benutzer an und authentifiziert sich somit am Wikisystem. Ein Vandalismus, wie man ihn bei Wikipedia kennt, ist bei Corporate Wikis somit ausgeschlossen.

  1. [1] Stewart Mader. Ein Unternehmens-Wiki ist nicht Wikipedia | //SEIBERT/MEDIA weblog, March 2009.

Klein, hässlich aber gut!

Eines meiner Lieblingswerkzeuge zur Strukturierung von Eindrücken bzw. Arbeitspaketen ist Freemind. Es eignet sich hervorragend zum Visualisieren und Strukturieren von Inhalten (Begriffe, Ideen, Lernstoff, Sitzungsergebnisse usw.). Mindmaps halt.

FreeMind

FreeMind

Meiner Meinung nach – hat es viel zu viele Formatfunktionen, so daß es von Seiten der Benutzbarkeit ein Graus ist. So das waren die negativen Punkte.  Nun warum ich Freemind gerne nutze?

Es  funktioniert zuverlässig und hat genau die richtigen Exportfunktionen. Für mich sind Schnittstellen zu OpenOffice, PNG- und PDF-Formate wichtig. Schneller kann man kaum einen PSP erstellen und (per Export) in OpenOffice erweitern. Neulinge werden werden von der Menüführung und der Bedienung schnell Überfordert.

Daher ein Tipp von meiner Seite:

Außer den Cursor-Tasten, ENTF, EINFG und F2 benötigt man am Anfang nur das Datei-Menü mit Laden, Neu, Speichern und Export.

Zu Freemind existiert auch eine MediaWiki Erweiterung und wer mehr als die sieben von mir vorgeschlagenen Tasten will kann es im Buch von Helmut F. Reibold nachlesen (Mindmapping mit FreeMind. bomots verlag, Saarbrücken 2006, ISBN 3-939-31616-4).

Hallo Welt!

  • Samstag Okt 25,2008 01:46 PM
  • By skre
  • In Allgemein

Willkommen zu www.stefan-kremer.com. Im Rahmen meiner Master Thesis an der Universität Augsburg möchte ich in diesem Blog einen kontinuierlichen Abriss über meine “Auseinandersetzung” mit dem Thema “Zukunft des Projektmanagements” festhalten und mit anderen teilen – oder besser sogar diskutieren. So, und nun genug geschwafelt – jetzt nichts wie ran ans Bloggen!

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